
geboren am 8. Mai 1899 in Wien, studierte in seiner Heimatstadt Rechts- und Staatswissenschaften. Nach den Promotionen zum Dr. jur. im Jahre 1921 und zum Dr. rer. pol. im Jahre 1923 folgte 1929 die Habilitation. Ab 1931 lehrte Hayek an der London School of Economics, wo er sich mit dem sozialistischen, dem keynesianischen und dem neoklassischen Gedankengut kritisch auseinandersetzte. Im Oktober 1950 nahm er eine neue Position als "Professor of Social and Moral Sciences" an der University of Chicago an.
Im Jahre 1962 nahm Hayek den Ruf auf einen Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg an und wurde wenig später zum Vorstand des Walter Eucken Instituts gewählt. In der folgenden Zeit entstanden unter anderem seine wichtigen Beiträge zur Theorie spontaner Ordnungen und die Konzeption des Wettbewerbs als eines Entdeckungsverfahrens. 1967 wurde Hayek emeritiert, übernahm aber die Vertretung seines früheren Lehrstuhls bis 1969. Die Bedeutung seines Werkes kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, daß er 1974 den
Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt als Honorarprofessor in Salzburg kehrte Hayek 1977 nach Freiburg zurück. Das Walter Eucken Institut ernannte ihn 1978 zu seinem Ehrenpräsidenten. In dieser Zeit vollendete er die Trilogie Law, Legislation and Liberty (1973, 1976, 1979), die in wesentlichen Teilen bereits in den sechziger Jahren entstanden war und die neben The Constitution of Liberty als Hayeks wichtigstes Werk anzusehen ist. 1988 erschien seine erneute Generalabrechnung mit dem Sozialismus The Fatal Conceit - The Errors of Socialism. Hayek starb am 23. März 1992 in Freiburg.
Eine umfassende Bibliographie zu Hayeks Werk ist auf der von Greg Ransom erstellten
The Friedrich Hayek Scholars' Page oder auf der Webseite der
Friedrich A. von Hayek Gesellschaft zu finden.