
geboren am 17. Januar 1891 in Jena, war von 1927 bis 1950 Professor für Nationalökonomie an der Universität Freiburg. Er starb am 20. März 1950.
Mit seinen grundlegenden Erkenntnissen über die Funktionsbedingungen einer freiheitlichen Wirtschafts- und Sozialordnung schuf er die Basis für die soziale Marktwirtschaft und damit für den Wiederaufbau in Deutschland nach 1945.
Die zentralen Leitgedanken Walter Euckens sind Grundlage der von ihm und dem Rechtswissenschaftler Franz Böhm begründeten Freiburger Schule. Sie prägen den ordnungsökonomischen Ansatz der modernen Wirtschaftswissenschaft. Danach besteht die Wirtschaftsordnung nicht unabhängig von Gesellschafts-, Staats- und Rechtsordnung, sondern bildet mit diesen einen unauflösbaren Gesamtzusammenhang.
Die staatliche Wirtschaftspolitik sollte sich nach den Erkenntnissen Euckens auf die Gestaltung der Wirtschaftsordnung beschränken und insbesondere den Wettbewerb schützen und stärken; sie sollte nicht zusätzlich versuchen, in den Wirtschaftsprozeß lenkend einzugreifen.
Vanberg, Viktor J.
The Freiburg School: Walter Eucken and Ordoliberalism
oder
B. Külp und V. Vanberg, Hg., Freiheit und wettbewerbliche Ordnung. .Gedenkband zur Erinnerung an Walter Eucken, Haufe Verlagsgruppe Freiburg, Berlin, München 2000