
Zwang als Grundübel in der Gesellschaft? Der Begriff des Zwang bei Friedrich August von Hayek.
Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik Nr. 52,
Tübingen: Mohr Siebeck, 2007, 242 Seiten.
Grundbegriff des klassischen Liberalismus ist der Begriff der negativen Freiheit: Freiheit als abwesenheit von Zwang. Doch was ist Zwang? Warum ist Zwang in der freiheitlichen Sicht ein Übel? Friedrich A. von Hayek entwickelt eine Bestimmung des Begriffspaars Freiheit und zwang, die jeodch unvollständig bleibt und einige grundsätzliche Fragen an seine Moralphilosophie und Theorie der kulturellen Evolution aufwirft. Philipp Batthyány unternimmt eine werkimmanente Definition des Zwangsbegriffs Hayeks und eine Begründung für die Verwerflichkeit des Zwangs als Grundübel in der Gesellschaft. Unter Einbeziehung wesentlicher Teile des unveröffentlichten Nachlasses analysiert er Hayeks Gesamtwerk mit Blick auf die ihm zugrundeliegende Konzeption von Freiheit und Zwang und schließt damit eine wichtige Lücke in der Hayek-Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltliche und formale Hinführung
2. Inhaltliche und formale Eingrenzung
I. Teil: Eingrenzung des Zwangsbegriffs
1. Grundriß und Grundbegriffe der Definition des Zwangs
2. Der Begriff des Wissens
3. Zwang und Sachzwänge
4. Schwerer und milder Zwang
5. Äußerer und innerer Zwang
6. Zwang und Macht
7. Zwang und Moral
II. Teil: Zwang als Moralbegriff
1. Die drei Argumente für die Verwerflichkeit des Zwangs
2. Die Deontologiethese
3. Hayeks Moraltheorie und die Theorie der kulturellen Evolution
4. Hayeks Zwangsbegriff – deontologisch oder konsequentialistisch?
III. Definition des Zwangsbegriffs
1. Zwang als Willensunterwerfung
2. Schädlicher Zwang und Zwang zum Glück
3. ‚Positiver‘ und ‚negativer‘ Zwang
4. Bestimmung der Grade des Zwangs
5. Privater und staatlicher Zwang
6. Arbeitsdefinition des Gewaltbegriffs
7. Arbeitsdefinition des Zwangsbegriffs
8. Anwendung der Arbeitsdefinitionen des Zwangsbegriffs
Schlußwort
Literaturverzeichnis - Namenregister - Sachregister
Hier finden Sie die Bilder des Vortrags von Dr. Günter Grosche.
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